Paul Gerhardt, AWhen Sheltered by Our God Most High@ (Psalm 91)

 

Tune: AN WASSERFLÜSSEN BABYLON (Evangelical Worship #340))



1

When sheltered by our God Most High,

We dwell in surest cover;

When lightning splits the stormy sky,

We hide in God, no other.

We cry in hope, AYou are my light,

My sure defense, my heart's delight,

My refuge, shield, and safety.

You save me from the fowler=s snare;

Lord, you alone give certain care

When deathly dangers plague me.@

 

2

Awake, my heart! Trust in your Lord

To guard you late and early.

God=s wings spread wide and shade afford

Where life is lived securely.

God=s shield supplies protection sure

Against each arrow, bane, and lure

That flies or wastes or beckons.

That shield is God=s own faithful word,

Which frees me now to face assured

All fears with which earth reckons.

 

3

When darkest night falls like a net,

You rest, still unencumbered,

At peace, though all the day beset

By enemies unnumbered.

The pestilence that stalks by night

And reappears at noonday bright

Will ever be turned from you.

And though a thousand fall beside,

Ten thousand find no place to hide,

It will not come upon you.

 

4

With confidence your eyes will see

The downfall of the wicked;

The consequence they cannot flee

Of evil deeds committed.

Those who forsake God and God=s ways

Will be forsaken all their days,

Denying, find denial.

But those who hold fast to the Lord

Find grace as their unearned reward

And help in every trial.

 

5

No scourge shall come into your tent;

No evil shall befall you.

You will along your way be sent

With blessing poured upon you.

God=s angels follow his command

To take you firmly by the hand

O=er paths that err and crumble,

To guide your feet on ways unknown,

Alert to every waiting stone

That might cause you to stumble.

 

6

No roaring lion shall come near;

You=ll tread on snake and serpent.

No fang or poison need you fear,

But sing with praises fervent

That God stands ever at your side:

AMy servant, I=ll with you abide,

Come swiftly when you call me.

I know your name, and you know mine;

In trouble you=ll find help divine.

I=ll come and rescue gladly.@

 

7

AYou turn to me and I will hear,

Grace flowing like a river.

Whenever enemies appear,

I promise to deliver.

I=ll snatch you out of death=s embrace;

Wipe signs of suff=ring from your face,

Give honor, exaltation.

With long life I will satisfy,

And when at last you come to die,

I=ll show you my salvation.@

 

Translation copyright82005, Frederick J. Gaiser

 

 

 

1

Wer unterm Schirm des Höchsten sitzt

Der ist sehr wohl bedecket:

Wenn alles donnert, kracht und blitzt

Bleibt sein Hertz ungeschrecket:

Er spricht zum Herrn: du bist mein Licht

Mein Hoffnung, meine Zuversicht

Mein Thurn und starke Feste.

Du rettest mich vons Jägers strick

Und treibst des Todes Netz zurück

Und schützest mich aufs beste.

 

2

Frisch auf mein Hertz! Gott stärcket dich

Mit Krafft auf allen Seiten:

Schau her, wie seine Flügel sich

Gantz über dich ausbreiten:

Sein Schirm umfängt und deckt dich gar

Sein Schild fängt auf, was hier und dar

Von Pfeilen fleugt und tobet:

Der Schild ist Gottes wahres Wort:

Der Schirm ist was der starcke Hort

Versprochen und gelobet.

 

3

Wenn dich die schwartze Nacht umbgiebt,

Kanst du fein sicher schlaffen:

Des Tages bleibst du unbetrübt

Von deines Feindes Waffen:

Die Peste, die im Finstern schleucht,

Und des Mittages umbherkreucht,

Wird von dir abgeführet:

Und wenn gleich tausend fallen hier

Und zehen tausend hart bey dir,

Bleibst du doch unberühret.

 

4

Hingegen wirst du Lust und Freud

An deinen Feinden sehen,

Wenn ihnen alles Hertzeleyd

Vom Höchsten wird geschehen:

Wer Gott verläst, wird wiederumb

Verlassen, und mit grossem Grimm

Zu seiner Zeit geschlagen:

Du aber, der du bleibst bey Gott

Findst Gnad und darffst in keiner Noth

Ohn Hülff und Trost verzagen.

 

5

Kein übels wird zu deiner Hütt

Eingehen, und dir begegnen:

Gott wird all= deine Tritt und Schritt

Auf deine Wegen segnen:

Denn er hat seiner Engelschaar

Befohlen, daß sie vor Gefahr

Dich gar genau bewahren,

Daß dein Fuß möge sicher seyn

Und nicht vielleicht an einen Stein

Zu deinen Schaden fahren.

 

6

Du wirst auff wilden Leuen stehn

Und tretten auf die Drachen

Du wirst ihr Gifft und scharffe Zähn

In deinen Sinn verlachen:

Das machts das Gott wil bey dir seyn

Der spricht: Mein Knecht begehret mein

So wil ich ihn beyspringen.

Er kennet meines Namens Zier

Drumb wil ich ihn auch nach Begier

Mein Hülf= und Rettung bringen.

 

7

Er rufft mich an, so wil ich ihn

Gantz gnädiglich erhören

Wenn sein Feind auff ihn auß wil ziehn

So wil ich stehn, und wehren:

Ich wil ihn reissen aus dem Tod:

Ich wil ihn nach erlidtner Noth

Mit grosser Ehr= ergötzen:

Ich wil ihn machen Lebenssatt,

Und wenn er gnug gelebet hat

Ins Ewge Heyl versetzen.

 

Text from E. G. G. Langbecker, ed, Leben und Lieder von Paulus Gerhardt (Berlin: Verlag der Sander=schen Buchhandlung, 1841) 746‑748.